Was braucht man für ein gutes Fotoatelier?

Um ein Fotoatelier zu gestalten, gilt es zuerst einen Raum zu finden, der die Grundmaße von mindestens vier Meter Breite und für ausreichend Spielraum bei der Aufnahmeentfernung sorgt, dies sollten mindestens sechs Meter Länge sein. Eine Deckenhöhe von drei Meter ist nötig, denn für Hintergrundaufhängung und Beleuchtung muss auch bei Ganzkörperaufnahmen Platz sein.

Möchte man mit Tageslicht arbeiten benötigt man Fenster, ansonsten sind sie störend und müssen verdunkelt werden. Die Decke in einem Fotoatelier sollte so beschaffen sein, dass man Aufhängungen anbringen kann, die Wände schwarz, weiß oder grau, damit kein unerwünschter Farbstich entsteht. Eine gute Heizung ist in einem Fotoatelier gerade für Aktaufnahmen und im Winter unverzichtbar. Neben diesen baulichen Anforderungen sind die Ausstattung und das technische Zubehör entscheidend für ein gutes Fotoatelier. Für die Hintergrundgestaltung gibt es Papier, Karton oder Stoff in verschiedenen Farben und Mustern oder mit Motiven. Befestigt werden sie entweder an mobilen Hintergrundsystemen aus Bodenstativen oder an Aufhängungen für Decke und Wand, die mit Rollensystemen für Papier oder Stoff ausgestattet sind. Die Beleuchtung ist ein entscheidender Faktor und muss in einem Fotoatelier sorgsam geplant werden. Bei der Arbeit mit Dauerlichtsystemen kommen Quarz- oder Tageslichtlampen zum Einsatz. Sie bieten den Vorteil, dass man die Ausleuchtung in Ruhe optimieren kann. Studioblitze hingegen sind mit der Kamera verbunden und werden durch sie ausgelöst. Durch diverse Lichtformer kann sowohl Dauerlicht als auch Blitzlicht der Situation angepasst werden. In einem guten Fotoatelier gibt es verschiedene Reflexschirme, die das Licht reflektieren und Richtung und Färbung beeinflussen. Es gibt sie in weiß, schwarz, silber- und goldfarben, zum Falten und in mehreren Größen.

Durchlichtschirme hingegen sind weiß und lichtdurchlässig und werden benutzt, um das Licht gleichmäßig zu streuen. Softboxen machen das Licht weicher, indem sie es mehrfach reflektieren und durch einen Diffusor leiten. Die Octobox wirkt ähnlich und wird besonders häufig in der Portraitfotografie eingesetzt. Sie ist achteckig und erzeugt dadurch die gewünschten fast runden Lichtreflexe im Auge. Für die Verwendung der Blitzlichter und Hilfsmittel dürfen stabile Stative, diverse Adapter und Halterungen im Fotoatelier nicht fehlen. Ist die Auswahl an Einrichtungs- und Dekorationsgegenständen vielfältig und kreativ, steht dem erfolgreichen Fotoshooting dann nichts mehr im Weg.

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