Die Kunst des Fotografierens

Dass die Fotografie inzwischen als Kunst gilt, steht längst nicht mehr zur Debatte. Trotzdem hat sie durchaus praktische Anwendungsgebiete, beispielsweise müssen Produkte für Kunden professionell abgelichtet und dargestellt werden, um ein Bild der Ware zu vermitteln, wenn man sie bestellen will.

Beim Schießen von Produktfotos muss die Umgebung absolut stimmig sein, andernfalls entsteht kein hochwertiges und aussagekräftiges Foto. Wichtig ist ein blanker, einfacher Hintergrund, denn er darf nicht vom eigentlichen Geschehen ablenken und muss das Produkt ansprechend darstellen. Weiß oder Schwarz sind besonders empfehlenswert, sie fallen kaum auf und eignen sich als Kontrast für fast alle Farbgebungen. Außerdem ist Studiolicht wichtig – das heißt nicht, dass man zwingend ein Aufnahmestudio braucht, sondern dass die Beleuchtung stimmig sein und das Produkt im besten Licht darstellen muss. In der Regel genügt es, durch Experimente und Erfahrung mithilfe einiger Testfotos zu ermitteln, was gut aussieht.

Neben diesen Voraussetzungen muss auch der Fotograf aufs eine oder andere technische Detail achten – dies gilt vor allem in Bezug auf die Einstellungen der Kamera. Dadurch, dass man die äußeren Bedingungen nachstellen kann, sollte beispielsweise nicht zu sehr mit der Belichtungszeit gespielt werden, um einen künstlerischen Effekt zu erzielen – eher muss das Motiv für sich alleine wirken, das Produkt soll sauber und klar erkennbar dargestellt werden und etwas nachbearbeiten kann man das Foto immer noch, bevor man es verwendet.

Produktfotos haben sehr viel mit ästhetisch ansprechenden Aktfotos gemeinsam, da es bei beiden Richtungen stark auf das Zusammenspiel von Licht und Schatten ankommt. Ein Produkt sieht nur dann gut aus, wenn es im wahrsten Sinne des Wortes “ins rechte Licht” gerückt wird, also passend beleuchtet ist und keine seltsam auffallenden Schatten wirft. In der Aktfotografie gibt es einen ähnlichen Stil, der bewusst mit starken Licht- und Schatteneffekten arbeitet, um den dargestellten Körper natürlich und trotzdem künstlerisch zu betonen. Außerdem steht bei beiden Stilen ein Objekt im Mittelpunkt und der Hintergrund ist eher unwichtig: Während bei der Produktfotografie die Ware zentral abgebildet sein muss, spielt in der Aktfotografie der unbekleidete Körper in seiner natürlichsten Form die wichtigste Rolle.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *